Vom Dach zum Holz zum Kölsch

Eine Messe aus dem Nirgendwo und böiger Südwind kurz vor dem „Saisonauftakt“ Wenn man denn von Saisongeschäft Rikschafahren reden will, dann könnte Karneval so was wie der Saisonauftakt sein. Dieses Jahr erscheint das Gerede allerdings noch fragwürdiger, der Winter im Winterschlaf, schon der Februar in kurzen Hosen und eine Messe, wo bisher keine war

Dach und Holz gibt es nur alle vier Jahre in Köln. Nur dann suchen schon ab Mittag jede Menge betrunkene Zimmermänner den Weg in die Stadt, und nur dann bescheren sie dem Rikschaman eine nette Abwechslung mitten in der angeblich lauen Zeit. Abwechselung gab es aber noch mehr. Für Film und Fernsehen ging es auch zweimal nach Wesseling. Frühmorgendliches Rikschafahren inmitten großindustrieller Raffinerie-Anlagen – es gab landschaftlich schon schönere Touren. Dank des böigen Südwindes zählten diese aber wenigsten physiologisch zu den anspruchvollsten.

Und jetzt dann Karneval und Duracel. Die Wesseling-Waden sind noch warm, die Ketten noch geschmiert und die Rikscha-Reifen gefüllt. Es geht los. Alaaf und Helau, Cowboy und Indianer, Löwe und Bär, Höhner, Bläck Föös, Brings und jede Menge Kölsch bzw. Kölsch-Geschädigte – wir kommen. Die scheinbar nieendende Saison hat begonnen. Alaaf,

Slotti

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