Zwischen Konsum und Alkohol

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STEIFF und Totensonntag

Angeblich war er ruhig und friedlich, dieser Elfte im Elften 2014. Wieder war Köln nicht sehr kalt, wieder war Köln sehr betrunken.

Der Bankkaufmann als Bär, der nicht in die Klapsmühle zu seiner Bärin kam, der Versicherungskaufmann als Vampir, der vom Heumarkt nicht zum Alter Markt fand, und der Polizist als Jedi-Ritter, der sich während der Fahrt aus Dienstgründen bei jeder Ampel die Augen zu hielt - alle waren sie wieder da.

Zwar fühlte der 11.11. sich zwischendrin auch dieses Jahr wieder gar nicht ruhig an, Schlägereien, Krankenwageneinsätze im 5-Minuten-Takt, Platten im 2-Stunden-Takt – alles war dabei. Doch wie immer wurde alles auch irgendwie gut überstanden. Jetzt stehen wir wieder kurz vor der KLG (Kurz-Lang-Grenze) auf der Temperaturskala, und das Weihnachtsgeschäft rollt an. Warum werden die Sommer immer kürzer?

Untrügliches Zeichen für den Weihnachtswahnsinn ist die STEIFF-Nummer. Das ist die offizielle Präsentation der Weihnachtsdekoration der Kaufhof-Schaufenster, gesponsert vom Unternehmen STEIFF, angeblich ein Highlight des Kölner November, selbst Express-Kultfotograf Zik war da.

Konsum, Konsum, Konsum - die Fenster vom Kaufhof sind parat, die Außenfassade des Sion und die Hotels Excelsior geschmückt, und, wenn jetzt endlich dieser geschäftsschädigende Totensonntag vorbei ist, legen auch die Konsumgeier vom Weihnachtsmarkt los. Noch ist es ruhig, aber man sprüt, das letzte übergroße Ding des Rikscha-Jahr steht an. Vergiss Ruhe, Besinnung und Nächstenliebe!! Geschenke, Geschenke, Geschenke!! Kaufen, Kaufen, Kaufen!! Happy Christmas, happy Rickshaw!
Genießt die ruhige Zeit bis zum Totensonntag,

Euer Slotti

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